Das Dream Team zurück in good old Germany
Vergangenen Montag landete das Dream Team, mehr oder weniger ausgeschlafen, am Frankfurter Flughafen. Mit einem 6. Platz kann das Team stolz auf sich sein! Zwar hatte man sich von der WM mehr erhofft, angesichts des plötzlichen Todes von seinem geliebten Trainer Wolfgang Grampp kann das Team trotzdem stolz auf sich sein. Viele Hindernisse ließen die Teilnahme zunächst in weite Ferne rücken, doch das Dream Team hat es geschafft!!
Nun lässt jeder einzelne die gemeinsamen Tage in dem schönen Brasilien revuepassieren.
Nach Ankunft nutzte das Team zunächst den freien Tag und man versuchte sich am Hotelpool ein wenig zu entspannen und sich der Zeitverschiebung anzupassen. Jedoch machte sich diese Auszeit sehr schnell bemerkbar. Fast das gesamte Team holte sich direkt Sonnenbrände.
So fuhr man also mit roter Haut am Donnerstag, den 17.11.2011, das erste Mal in die Halle, um eine Teamkollegin bei ihrer Kür anzufeuern und gleichzeitig die Halle zum ersten Mal unter die Lupe nehmen. Angekommen in der Nilson Nelson Arena traf man auf andere Mitglieder des deutschen Teams und viele weitere Nationen. Es wurde über den Boden, die Rollenauswahl und die Größe der Fläche spekuliert. All das was einem aufgeregtes Team beim ersten Anblick der Wettkampfhalle nun mal einfällt.
Außerdem erfuhr die Formation seine Startnummer. 11 von 11! Das war das was man sich erhofft hatte.
In der Nacht wurden dann die fehlenden Stunden Schlaf aufgeholt und man setzte sich am Morgen an einen gedeckten Frühstückstisch mit vielen Leckereien. Die Trainerin Annette Ziegenhagen-Gielnik hatte vor Beginn der Meisterschaft mit allen Mitteln probiert eine Trainingshalle zu organisieren, leider vergebens. Doch an diesem Freitag tat sich noch eine Möglichkeit auf und das Team konnte am Abend zum ersten Mal in voller Besetzung trainieren. Ziegenhagen- Gielnik war nach diesem Training zuversichtlich, was die Form des Dream Teams anbelangte. Jedoch machte sie das Team auch darauf aufmerksam, dass andere Formationen mehr „Pepp im Hintern“ haben. Aber dies motivierte die Läufer an ihrem Wettkampftag das Beste zu geben.
Nun war der Tag gekommen auf den das Team die vergangene Zeit hin trainiert hatte. Samstag, der 19.11.2011! Er begann mit der Sichtung der anderen Teams beim offiziellen Training. Man bemerkte Schnell, dass die argentinischen und italienischen Formationen, trotz hoher Sturzquote, technisch anspruchsvoll und auch mit hoher Geschwindigkeit liefen. Man ließ sich jedoch dadurch nicht einschüchtern und begann das Training hoch motiviert. Annette Ziegenhagen-Gielnik bemerkte das fehlende Tempo und machte das Team auf die Präzision der Elemente und der Bewegungen aufmerksam. Am Ende war man aber zufrieden mit der gebrachten Leistung.
Es begann nun die Vorbereitungsphase für den Wettkampf. Make-up wurde aufgelegt, Haare wurden frisiert und Wimpern wurden aufgeklebt. Nach einigen Stunden waren dann alle Läufer fertig zurechtgemacht und man fuhr gemeinsam mit dem Shuttlebus in die Halle. Dort hatte sich die Halle schon gefüllt und der Wettkampf der Formationen begann zeitnah. Die Läufer des Dream Teams beäugten noch kritisch die ersten Formationen bevor es dann auch für sie ernst wurde. Mit dem Anziehen der Kostüme wurde allen bewusst, dass es jetzt soweit war sein bestes zugeben und die Arbeit der letzten Wochen zu präsentieren. Vor dem Laufen merkte man die Aufregung des Teams, aber sie verflog als die Läufer die Bahn betraten. Mit dem ersten Ton der ABBA-Musik begann der Lauf, auf den man die ganze Zeit gewartet hatte. Und das Team war in guter Form. Dann jedoch kurz vor Ende des Programms geschah das, was viele gefürchtet haben. Ein Sturz in einem Pflichtelement! Die Läuferin war jedoch schnell wieder auf den Beinen und man lief das Programm gelungen zu ende. Nach der erhaltenen Wertung und der Platzierung waren alle Läufer zunächst einmal geknickt. Ziegenhagen-Gielnik machte dem Team bewusst, dass diese Platzierung nicht auf Grund des Sturzes zu verbuchen ist, sondern auf Grund der kleinen Unsauberkeiten, der „langsamen“ Elementwechsel im Vergleich zu anderen Teams und dem ungenügenden Tempo um vorne mit dabei zu sein. Nach der ersten Ernüchterung, fassten sich die Läufer aber wieder und man hielt sich vor Augen, was man in den letzten Wochen alles geschafft hatte.
Und das Dream Team ist stolz auf sich diese WM gemeistert zu haben. Und für ein 6. Platz von 11 Formationen auf einer Weltmeisterschaft muss sich das Team nicht verstecken. Außerdem weiß man nun voran man noch arbeiten muss und das Dream Team ist bereit den Kampf gegen die anderen Nationen aufzunehmen!!!
Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an die Teams aus Argentinien und Italien.
Bilder von der Weltmeisterschaft im Photoalbum.